Ab 2026 möchte ich Reisen in die Republik Moldau und nach Israel anbieten! Ich bin jedoch kein kommerzieller Reiseanbieter und werde demnach keine Preise auszeichnen! 

Demnach erwarte ich von allen Teilnehmern, die Anreise selbst zu organisieren, bin aber bereit zu unterstützen. Vor Ort werden wir einfach und landestypisch untergebracht sein, kann aber auch bei Bedarf komfortable Hotels vermitteln. Vor Ort habe ich vor, entsprechend Autos zu mieten, um uns im Land zu bewegen, falls es erforderlich ist, die Kosten werden gemeinsam getragen.

Da ich mit den Reisen erst anfange, möchte ich zu Beginn keine größeren Gruppen als 3-4 Personen mitnehmen, die in einen PKW passen. Da ich damit erst meine Erfahrungen sammeln möchte, bitte ich um Verständnis, wenn nicht alles gleich auf Anhieb klappt. Weiterhin sollte man flexibel sein, da in diesen Ländern nicht immer so straff geplant wird, wie in Mitteleuropa.

Für die Dauer plane ich derzeit 3 Tage bis maximal eine Woche. Die Zeitrräume sind aus beruflichen Gründen meinerseits in der Regel beschränkt auf Mai und September.

Aktuell stehen zu diesen Reisen keine Termine fest bzw. sie werden an dieser Stelle veröffentlicht, wann sie feststehen, und noch Möglichkeit besteht, sich anzuschließen. Bitte bei Interesse um Anmeldung bei Fritz Wolf, Tel. +49/1712444103 oder per E-Mail an: buscha64@web.de

Reisen nach Moldau

Die Republik Moldau ist eines der ärmsten Länder Europas, wo herzliche und gastfreundliche Menschen leben, die bereit sind, für ihren Gast das Äußerste zu geben! Das habe ich 2021 in der Form erlebt, und weil sie mir gegenüber ihr Äußerstes geben, bin ich noch am Leben! Die ganze Zeit über baten sie mich, mal meine Freunde mit nach Moldau zu bringen, doch bis zum Jahre 2026 fehlte mir die Zeit, Reisen zu organisieren und durchzuführen!

Wenn man die Menschen in Moldau besucht, überdeckt die  überwältigende Gastfreundschaft oftmals die existentielle Not der Familie, die man besucht. Der Durchschnittslohn liegt 2026 bei 580€ monatlich, der aber aufgrund der recht hohen Gehälter in der IT und Kommunikation nach oben verfälscht ist. Wer nicht in der Hauptstadt lebt und keinenrhochqualifizierter Arbeit nachgeht, muss eher mit 300€ monatlich auskommen! Die Rente für Kranke und Behinderte liegt oftmals nur bei 100€. In dem Separatistengebiet Pridnestrovie sind die Gehälter und Renten noch niedriger und liegen bei etwa 200€ bei Lebenshaltungskosten, die denen in Mitteleuropa entsprechen, nur Mieten sind günstiger.

In den Dörfern gibt es nur wenige Möglichkeiten zu arbeiten und verdient wenige Euro bei schwerster körperlicher Arbeit. Die Menschen dort sind Selbstversorger, die aber unter schwersten Bedingungen wie in früheren Zeiten für ihr eigenes Überleben sorgen. Sie können oftmals nur durch regelmäßige Überweisungen aus dem Ausland überleben, weshalb Eltern ins Ausland gehen und ihre Kinder den Großeltern überlassen müssen! 

Durch Armut und Perspektivlosigkeit ist der Alkoholismus sehr hoch und sind die Familien kaputt. Oftmals treffen wir in den Häusern Frauen mit drei bis vier Kindern, die alle von unterschiedlichen Männern gezeugt wurden.

Diese Armut kann uns erdrücken, wenn wir als Mitteleuropäer damit konfrontiert werden, weshalb ich über Hoffnungsträger Ost oder andere lokale Kirchen und Gemeinden gezielt Familien unterstützen möchte, die nicht nur arm sind, sondern auch sich für eine Verbesserung ihrer Lebenssituation engagieren! Aus diesem Grund rate ich dringend von direkten Zuwendungen bei zufälligen Begegnungen ab!

Schwerpunkte der Reisen

Touristische Höhepunkte sind die Hauptstadt Chisinau, das Museumsdorf Butuceni und das Höhlenkloster in Orheiul Vechi, die beiden größten Weinkeller der Welt in Milesti Mici und Cricova sowie das Schloss Mimi und die Festungen in Soroca und Bender. Für den Anfang möchte ich jedoch keine allzu langen Reisen planen, sondern neben den bekannten Sehenswürdigkeiten folgende Schwerpunkte anbieten.

Je nach Interessenlage der sich meldenden Teilnehmer kann ich den Schwerpunkt der Reise entsprechend anpassen und ein Programm erstellen.

Jüdisches Erbe in Moldau

Vor dem Zweiten Weltkrieg war 7% der Bevölkerung jüdisch, in den Städten teilweise deutlich höher bis über einem Drittel der Bevölkerung! Leider wurden die Juden während dem Zweiten Weltkrieg von den Nazis, aber auch von den Rumänischen Faschisten um die 350.000 Juden ermordet! Während der Zeit der UdSSR siedelten sich wieder Juden an, aber jüdisches Leben und Traditionen wurden stark eingeschränkt. Nachfahren der Juden leben heute nicht anders als nichtjüdische Moldauer und wissen oft wenig über ihre Herkunft.

Aber im Land selbst gibt es jüdische Spuren wie u.a. der größte jüdische Friedhof Europas in Chisinau, aber auch Gedenkstätten und Mahnmäler, die an die Progrome zur Zarenzeit, aber insbesondere auch über den wenig bekannten „vergessenen Holocaust“ der Rumänischen Faschisten und der Nazis erinnern.

Mahnmal zur Erinnerung an das Judenpogrom in Chisinau im Jahre 1093

Armut und Lost Places

Viele Menschen verlassen die Republik Moldau aufgrund der Armut, Perspektivlosigkeit, aber auch der Nähe zum russisch-ukrainischen Krieg für immer und lassen ihre Häuser zurück! In manchen Dörfern steht gefühlt bald jedes zweite Haus leer und verfällt! 

Auch manche öffentliche Gebäude wie Kulturhäuser, Universitätsgebäude und Hotels verfallen vor sich hin. Diese Plätze sind in der Regel sehr gut zugänglich, aber es besteht auch ein Risiko, da sie nicht abgesichert sind! 

Der wohl berühmteste Lost Place ist das Hotel National in der Hauptstadt Chisinau gerade mal 1-2 km vom Zentrum entfernt wie in dem Video gegenüber.

Bürgerkrieg im Jahre 1992 und Pridnestrovie

Im Frühjahr 1992 eskalierte der Konflikt zwischen Moldau und der abtrünnigen Region Pridnestrovie zu einem bewaffneten Konflikt. Pridnestrovie, ein schmaler Landstreifen östlich des Dnister-Flusses mit überwiegend russischsprachiger Bevölkerung, lehnte die Unabhängigkeit Moldaus von der Sowjetunion 1991 ab und fürchtete eine mögliche Wiedervereinigung mit Rumänien.

Die Kämpfe erreichten ihren Höhepunkt im Juni 1992 in der Stadt Bender (Tighina). Dabei unterstützte die auf transnistrischem Gebiet stationierte russische 14. Armee faktisch die Separatisten. Der Konflikt forderte schätzungsweise 500-1.000 Todesopfer und führte zu tausenden Vertriebenen.

Im Juli 1992 wurde ein Waffenstillstand vereinbart. Seitdem existiert Pridnestrovie als de facto unabhängiger, international aber nicht anerkannter „Staat“ unter russischem Einfluss. Russische Truppen sind bis heute dort stationiert. Der Konflikt gilt als „eingefrorener Konflikt“, da bis heute keine dauerhafte politische Lösung gefunden wurde.

Im Gegensatz zur Ukraine sind Reisen nach Pridnestrovie möglich, und bin auch bereit, mit Kleingruppen dahin zu fahren. Es muss aber Mitreisenden im Klaren sein, dass man in Pridnestrovie keinen diplomatischen Schutz hat.

Ich plane deshalb keine politischen Reisen, sondern möchte dort Plätze besuchen und Menschen begegnen! 

Das Land, wo Wein und Honig fließt

Trotz seiner Armut ist die Republik Moldau reich an Lebensfreude und Kultur! Es ist das Land, wo sozusagen Wein und Honig fließt, und wo Anfang Oktober ein landesweites Weinfest in der Hauptstadt Chisinau ausgerichtet wird!

Moldau beherbergt die zwei größten Weinkeller der Welt mit um die 80-100 km Länge und bietet internationale, preisgekrönte Weine zu erschwinglichen Preisen an! 

Moldau war einst als der „Obstgarten der Sowjetunion“ eine der reichsten Sowjetrepubliken, was am manchen Stellen noch erkennbar ist. Auch jetzt noch sind Wein, Obst und Honig von sehr hoher Qualität und gutem Geschmack! 

Es besteht die Möglichkeit, Weingüter zu besuchen, an Weinproben teilzunehmen sowie die herzhafte und deftige Küche Moldaus zu genießen.

Entdeckerreisen nach Israel

Blick auf den Tempelberg in Jerusalem

Israel zählt zu den spannendsten Reisezielen der Welt – doch die Preise schrecken viele ab. Kommerzielle Gruppenreisen kosten kaum unter 2.000 € pro Woche, weil Unterkunft und Verpflegung im Land teuer sind. Ich möchte einen anderen Weg gehen.

Das Prinzip: Jeder organisiert sich selbst – und wir entdecken gemeinsam.

Jeder Teilnehmer bucht Flug und Unterkunft selbst. Wir treffen uns in Israel und erkunden das Land gemeinsam. So entfallen Pauschalaufschläge, und jeder bleibt flexibel bei Budget und Komfort.

Vor Ort mieten wir gemeinsam ein Auto, dessen Kosten wir aufteilen. Ich kenne das Land, die Wege und die Menschen – und führe die Gruppe durch Geschichte, Gegenwart und Alltag Israels.

Was uns erwartet

Jerusalem ist natürlich ein Schwerpunkt: Altstadt, Klagemauer, Via Dolorosa, Yad Vashem – hier lässt sich tagelang entdecken. Aber auch andere Orte lohnen sich: das Elahtal (wo David gegen Goliath kämpfte), die Küste bei Jaffa, die Wüste Negev oder der See Genezareth.

Mir liegt besonders am Herzen, dass wir nicht nur Sehenswürdigkeiten abhaken, sondern auch echte Begegnungen mit Einheimischen haben – Menschen, die uns aus ihrem Alltag erzählen, die uns zeigen, was es bedeutet, in diesem besonderen und manchmal schwierigen Land zu leben.

Wer mitkommt, sollte mitbringen:

Neugier auf Land und Menschen, Flexibilität beim Programm und Bereitschaft zu einfachen Verhältnissen. Wer Luxus braucht, ist bei kommerziellen Anbietern besser aufgehoben – wer Tiefe sucht, ist hier richtig.

Für Helferreisen nach Israel, bei denen wir praktisch anpacken und in der Landwirtschaft mitarbeiten, gibt es eine eigene Seite: → Helferreisen nach Israel

Termine und Anmeldung

Aktuelle Termine werden hier veröffentlicht, sobald sie feststehen. Bei Interesse meldet euch gerne vorab:

📱 Fritz Wolf: +49 171 244 4103 📧 buscha64@web.de

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